Kamerunreise Teil 1, Ankunft und erste Eindrücke (22. bis 26.10.2016)

Nach lang geplanter Reise haben wir uns am 22.10.2016 auf den Weg nach Kamerun gemacht.

Wir, das sind:

  • Tina Schuppert
  • Gunda Löser-Utsch
  • Uli Krüger
  • Karl Gerhard Schuppert
  • Hans Jörg Zimmermann
  • und Klaus Rathgeber


Pünktlich sind wir am 22.10.2016 in Douala gelandet. Für Gunda und Tina ist es die erste Reise nach Afrika. Karl und Uli sind schon Afrika erprobt. Hans Jörg hat über 30 Jahre in Kamerun als Missionar gewirkt und Klaus lebt seit 2005 in Kamerun. Die Aufgabe des Teams besteht darin, abgeschlossene Projekte, die von AFRIKA-Projekte e.V. gefördert wurden, zu evaluieren und zu prüfen, welche Vorhaben der Verein eventuell in Zukunft fördern könnte.

 
Am Sonntag gewöhnen wir uns an das schwüle Klima in Douala und fahren die 80 Kilometer nach Limbe und beziehen Quartier in einem Hotel am schwarzen Strand direkt unterhalb des 4.095 Meter hohen Kamerunberges. Es regnet und wie meistens ist seine Spitzt in Wolken gehüllt.

Am Montag treffen wir die Verantwortlichen des Verein WOPAS (Women of Prayer and Service – Betende und Dienende Frauen), der Frauen, Witwen und Waisen unterstützt. Sie möchten in Mutengene ein Gebäude errichten, in dem die Verwaltung und eine kleine Gästewohnung untergebracht werden soll. Wir besichtigen das Gelände. „We go see – wir werden sehen“ wie wir die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder des Vereins unterstützen können. Gastfreundschaft wird überall in Kamerun groß geschrieben. So werden wir zu einem kleinen Imbiss eingeladen und dürfen die köstlichen Früchte des Landes genießen: Zuckerrohr, Bananen, Melonen, Ananas, geröstete und gekochte Erdnüsse, Papaya, Orangen.


Danach besuchen wir im gleichen Ort die 2006 eingeweihte Schule, die AFRIKA-Projekte e.V. mit Unterstützung des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert hat. Zu unserer großen Überraschung haben wir keine Schüler angetroffen. Der Staat hat die Schule versiegelt, da die für den Betrieb eingereichten Unterlagen im Ministerium nicht mehr vorhanden waren. TIA – This is Africa! Pastor Godlove, die verantwortliche Person des Trägervereins, versichert uns, dass die Schule in zwei Wochen wieder mit Leben erfüllt ist. Sein Wort in Gottes Ohr. We go see! In zwei Wochen kommen wir noch einmal nach Mutengene … Nach dem Treffen mit dem neuen Vorstand des Trägervereins der Schule dürfen wir afrikanische Köstlichkeiten geniesen. Wir kommen zu spät im Hotel an. Das Tor zum Strand war schon geschlossen, so dass das Bad im Atlantik ins Wasser gefallen ist.

Am Dienstag besuchen wir die Grundschule des gleichen Trägervereins. In den Klassen werden wir von den Kindern freudig empfangen. Wir sehen die ganz Kleinen im Kindergarten und die Grundschulklassen 1 bis 6. Ein wenig dürfen wir erleben, mit welcher Freude die Kinder lernen. Wir wünschen ihnen eine gute Zukunft.



Karl hat ein Satz Trikots für eine Fußballmannschaft mitgebracht und Gunda gute Bälle. Die fußballbegeisterten Kinder haben das Geschenk mit einem ohrenbetäubenden Freudenschrei in Empfang genommen. Spontan wurde ein Match organisiert. Es endete gerecht unentschieden 1:1. Fast hätten wir nicht die Seltenheit bemerkt, dass der Kamerunberg seinen Gipfel preisgegeben hat. Nach der Einladung und Besprechung mit einem Ehepaar, das ein Gästehaus für Ruhe suchende Personen errichten will, kommen wir wieder zu spät, um in den Atlantik zu springen.
Auch der Plan am Mittwochmorgen, vor der langen Fahrt nach Mamfe, im Meer zu schwimmen war nicht möglich. Das Gewitter und die schwarzen Wolken machen einen Strich durch die Rechnung.



Um 9:30 Uhr machen wir uns auf den Weg von Limbe über Dschang und Bamenda nach Mamfe zu fahren. Nach 10 Stunden Fahrt und 486 km Straße von Schlaglochpiste bis zu neuen Straßen in sehr gutem Zustand sind wir müden in Mamfe angekommen. Hans, der jeden „Bumper“ (Welle zur Reduzierung der Geschwindigkeit) kennt, ist die ganze Strecke gefahren und hat uns gut und sicher an unser Zeil gebracht. Müde sind wir in die frisch gemachten Betten gefallen.