Das Projekt „Bäume statt Wüste“ geht weiter. Nach der Theorie kommt die Praxis. Kurz vor dem Weihnachtsfest 2020 wurden die ersten der über 700 Bäume gepflanzt.

 

 

 

 

Der Niembaum wächst schnell. Er ist ein Schattenbaum, der die zum Teil sehr starken Winde bremst und so die Obstbäume schützt. Er kann gestutzt werden und liefert so das Feuerholz zum Kochen. Danach schlägt er wieder aus und kann nach wenigen Jahren wieder gestutzt werden. Aus den Blättern kann man ein natürliches Schädlingsbekämpfungsmittel gewinnen. Das Öl, das aus dem Samen des Niembaumes gewonnen wird, ist ein Naturheilmittel.

Von den Obstbäumen, die die Frauen pflanzen, können sie in vier bis sechs Jahren leckere Mango, Orangen, Mandarinen, Zitronen und Pampelmusen ernten. Die Papayabäume liefern schon im kommenden Jahr Früchte.

Zwischen den noch kleinen Bäumen wollen die Frauen Gemüse anbauen, das schon in vier bis sechs Monaten geerntet und verkauft werden kann.

Damit es nicht nur im Obstgarten, sondern auch im Dorf grün wird, bekommt jede Frau fünf Setzlinge, die sie zu Hause pflanzen und pflegen soll. So kann sie das Erlernte zu Hause umsetzen und auch die Familie hat etwas davon.

Nun gilt es, die anstehenden, umfangreichen Arbeiten in dem Obst– und Gemüsegarten zu organisieren und mit den anderen Aktivitäten in Einklang zu bringen. Denn die Frauen wollen weiterhin lesen und schreiben lernen. Auch der Nähkurs soll weiter stattfinden. Es wird nicht einfach werden, doch die Gruppe bekommt Unterstützung, da andere Frauen von dem Projekt gehört haben und mitmachen wollen.

Für die Gruppe wird es ein langer Weg, den wir begleiten werden. Wir wünschen den Frauen „Laleko!“, was so viel heißt wie: „Nur Mut, haltet durch“.

Natürlich werden wir Sie auf dem Laufenden halten, wie es mit „Bäume statt Wüste“ weiter geht.

 

Niembaum-Setzlinge