AFRIKA-Projekte unterstützt das neue Projekt „Bäume statt Wüste“ von unserem Partner Lumière-Cameroun.

 

Die Region, in der Lumière-Cameroun tätig ist, liegt am Rande der Sahelzone, die Übergangszone von der Wüste Sahara zur Feuchtsavanne im Süden. Entsprechend sensibel reagiert das Klima; jede Veränderung hat enorme Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse der Menschen. So war 2017 ein sehr trockenes Jahr und die Ernte ist auf den Feldern verdorrt. 2020 kam es zu großen Überschwemmungen. Straßen wurden unterspült, Brücken selbst der Nationalstraßen sind eingestürzt. Die extremen klimatischen Verhältnisse, Trockenheit auf der einen und Überschwemmungen auf der anderen Seite, häufen sich. Schon seit einiger Zeit haben Mitglieder von Lumière-Cameroun den Wunsch geäußert, gegen die Desertifikation zu kämpfen.

Unabhängig davon hat die Frauengruppe aus dem Dorf Karagari, die von Lumière-Cameroun betreut wird, den Wunsch geäußert, Bäume zu pflanzen. Mit diesem Projekt verfolgt die Gruppe mehrere Ziele: Zum einen will sie ihr Dorf begrünen. Die Bäume sollen Schatten spenden und die enorme Hitze im April und Mai erträglicher machen. Zum anderen wollen die Frauen Feuerholz gewinnen für den Eigengebrauch zum Kochen sowie auch zum Verkaufen. Darüber hinaus sollen die Früchte von Obstbäumen die Ernährung ergänzen und ebenfalls Einnahmen generieren.

Ein gestutzter Niembaum, der wieder ausschlägt. Die abgeschlagenen Äste werden als Feuerholz zum Kochen verwendet

All diese Bedürfnisse sind nachvollziehbar. Als dann noch ein Familienoberhaupt des Dorfes den Frauen ein Grundstück von einem Hektar geschenkt und AFRIKA-Projekte e.V. entschieden hat, das Projekt „Bäume statt Wüste“ zu fördern, hat das Team von Lumière-Cameroun beschlossen, in Karagari ein Pilotprojekt zu starten. Wir hoffen und wir wünschen uns, dass noch weitere ähnliche Projekte in anderen Dörfern folgen.